Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Linken nützen keine Klagelieder

Michael Brie und Mitstreiter diskutieren Perspektiven der Transformation im Kapitalismus und über ihn hinaus

  • Von Jörg Roesler
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Im »kurzen 20. Jahrhundert« verlief die Weltgeschichte für Linke offensichtlich noch in einer vorherbestimmbaren Ordnung. Der Kapitalismus verlor an Boden, der Sozialismus gewann an Territorium, Bevölkerung und an Einfluss auf die sich zunehmend vom Imperialismus befreiende Welt »junger Nationalstaaten«. Revolutionen erwiesen sich wie vorausgesagt als Lokomotiven der Geschichte, wenn sie sich auch vielfach im Gefolge zweier Weltkriege vollzogen.

Zu Beginn der 1990er Jahre ging die Zuversicht, dass dies der modernen Welten Lauf sein und bleiben müsse für viele Linke unvermittelt zu Ende. Der Realsozialismus, wie er in in den 1930er Jahren in der Sowjetunion entwickelt worden war und der bereits seit den 1970er Jahren Stück für Stück seine Expansionskraft verloren hatte, brach zusammen. Der Kapitalismus, von der die Linken gemeint hatten, er befinde sich in der letzten Phase seiner Existenz, triumphierte über den Sozialismus. Im...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.