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Rosa L. war entsetzt: Sie trägt Schürze!

Günter Regneri will Luise Kautsky der Vergessenheit entreißen

  • Von Karlen Vesper
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Sie macht sich gut in meinem Bücherregal, die bunte Reihe »Jüdische Miniaturen«, ediert von Herman Simon, Leiter des Centrum Judaicum/Neue Synagoge in Berlin. Nun kann ich der beachtlichen Edition einen neuen Band hinzufügen, der 134. ist knallrot. Das passt. Er erinnert an Luise Kautsky.

Günter Regneri beginnt mit ihrem tragischen Ende: Im September 1944 kommt eine 80-Jährige, völlig entkräftet vom tagelangen Transport in einem Deportationszug, im NS-Vernichtungslager Auschwitz an. Einige Häftlinge erkennen Luise Kautsky und schmuggeln sie an der Selektionsrampe vorbei in den Krankenblock des Lagers. »Warum wurde gerade sie durch dieses Beispiel tapferer Solidarität vorerst gerettet?«, fragt eher rhetorisch der Autor. »Wie erlangte Luise Kautsky in ihrer Zeit eine derartige Bedeutung, dass die Menschen in einem Todeslager ihr halfen, obwohl sie sich damit selbst in tödliche Gefahr brachten?«


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