Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Sekretär der IG BAU gewinnt vor Gericht

Richter bestätigen Kündigungen gegen Veit Wilhelmy nicht

Frankfurt am Main. Der Wiesbadener Gewerkschaftssekretär Veit Wilhelmy bleibt Angestellter der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Dies ist nach Mitteilung von mehreren Zuhörern, die die Verhandlung am Freitag vor dem Arbeitsgericht Frankfurt direkt im Saal verfolgten, das Ergebnis eines seit Februar schwelenden Konflikts.

Der IG BAU-Bundesvorstand hatte in den vergangenen Monaten gegen Wilhelmy vier fristlose Kündigungsbegehren ausgesprochen. Der für die Beschäftigten der Gewerkschaft zuständige Betriebsrat hatte den Kündigungen widersprochen. Dem Antrag des Arbeitgebers, die fehlende Zustimmung des Betriebsrats durch Gerichtsbeschluss zu ersetzen, schloss sich die zuständige Kammer jedoch nicht an. Eine offizielle Presseklärung des Gerichts über den Ausgang des Verfahrens und die Urteilsbegründung wird nach Angaben der zuständigen Pressestelle erst am Montagvormittag zur Verfügung stehen. IG BAU und Wilhelmy waren am Freitag für Stellungnahmen nicht erreichbar.

Der gelernte Schornsteinfeger Wilhelmy betreut bisher als Branchensekretär Betriebe im Bereich der Gebäudereinigung im Rhein-Main-Gebiet und in der Region Wiesbaden-Limburg. Er war in den vergangenen Jahren über seinen beruflichen Wirkungsbereich hinaus vor allem als Initiator eines Aufrufs für ein umfassendes Recht auf politischen Streik und als Referent zu diesem Thema bei politischen Veranstaltungen bundesweit in Erscheinung getreten. Es wurde vermutet, dass dieses Engagement für ein politisches Streikrecht der eigentliche Grund für die Kündigungen war.

In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gehört Wilhelmy seit 2006 der Stadtverordnetenversammlung an. nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln