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Der Traum von den USA lebt

Durch die Migrationsreform in Havanna haben mehr Kubaner denn je Ausreisechancen

  • Von Andreas Knobloch, Havanna
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die USA vergeben so viele Besuchsvisa wie noch nie an Kubaner. Gleichzeitig aber nimmt auch die Zahl kubanischer Bootsflüchtlinge erstmals seit Jahren wieder signifikant zu. Wie passt das zusammen?

Stundenlang wurden nur jene aufgerufen, deren Visaanträge abgelehnt wurden, erzählt Maikel Pérez* nach seinem Besuch in der US-Interessenvertretung in Havanna (USINT). »Ich habe mir schon Sorgen gemacht. Bis es irgendwann hieß, jetzt kämen nur noch jene dran, deren Visaanträge positiv beschieden wurden.« Wildfremde Menschen hätten sich plötzlich in den Armen gelegenen, berichtet Pérez, der Gastronomie studiert hat und als Musiker sein Geld verdient, lachend.

Pérez ist von seinem Vater, der seit mehr als zehn Jahren in den USA lebt, eingeladen worden. Er ist damit einer von mindestens 20 000 Kubanern, die jedes Jahr dauerhafte Einreisegenehmigungen in die Vereinigten Staaten aufgrund von Familienzusammenführung oder anderer Gründe erhalten. Auf diese Zahl hatten sich die Regierungen in Washington und Havanna während der Ausreisewelle 1994 geeinigt.

Zu den dauerhaften Einreisegenehmigungen kommen nach Angaben der USINT meh...


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