Den Schieferölfirmen fällt ihr Erfolg auf die Füße

Wegen des Preisverfalls streichen US-amerikanische Förderer ihre Investitionsvorhaben zusammen

  • Von John Dyer, Boston, und Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der sinkende Ölpreis ist auch eine Folge der Förderung von Schieferöl in den USA. Nun fällt der Preisverfall auf die Urheber zurück.

Das Schieferölfeld Tuscaloosa im Golf von Mexiko ist ergiebig. Die texanische Ölfirma Halcon Resources wollte deshalb dort zwei weitere Förderplattformen bauen, um ihre Produktion zu verdoppeln. Wollte. Denn wegen der sinkenden Rohölpreise wurde das Projekt jetzt gestoppt. Statt vor Louisiana und Mississippi unter Wasser zu bohren, setzt man künftig auf die Produktion in bestehenden Landfeldern in Texas und in North Dakota. Das ist billiger.

Halcon-Chef Floyd Wilson steht unter dem Druck der Eigentümer, die verärgert sind, dass sich der Aktienkurs des Unternehmens binnen eines Jahres halbiert hat. Auch bei anderen Schieferölproduzenten verlieren Investoren das Vertrauen: Allein in den vergangenen drei Monaten verloren die 18 Unternehmen im Standard & Poor’s Oil & Gas Exploration Index zusammen mehr als 100 Millionen Dollar an Marktwert. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass die niedrigen Rohölpreise zu...


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