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Die verweigerte Tafel

Vor 100 Jahren stimmte Karl Liebknecht gegen die Kriegskredite

  • Von Kurt Pätzold
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Gäbe es eine Ehrenliste, auf der die Friedensbekenntnisse deutscher Kriegsgegner verzeichnet wären, sein Name und seine Tat würden den ersten Platz besetzen. Die Rede ist von Karl Liebknecht und seinem »Nein« zu den von der Regierung verlangten Kriegskrediten, bezeugt am 2. Dezember 1914 im Deutschen Reichstag. Der Mann gehörte auf Platz 1 wegen des Mutes, den diese Weigerung verlangte. Nicht nur, weil es die Tat eines Einzelnen, eines Alleingelassenen war, sondern auch wegen des Risikos, das sich mit ihr verband. Noch waren Millionen Deutsche, die den Beginn des Ersten Weltkrieges Anfang August gefeiert, ja bejubelt hatten, nicht ausgenüchtert. Noch hatten sie nicht begriffen, in welchen Krieg sie da gestürzt worden waren. Und und noch dämmerte ihnen nicht, dass ihn das Deutsche Kaiserreich bereits auf französischem Boden an der Marne verloren hatte. Liebknecht also war an jenem Dezembertag im ersten Kriegsjahr, als die Abgeordnete...


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