Emissionen müssen runter

Kleines Lexikon der großen Klimadiplomatie

COP 20: Der UN-Klimagipfel in Lima ist der zwanzigste seiner Art. Das Mammuttreffen wird offiziell »Conference of the Parties« (COP), also Konferenz der Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention, genannt und findet jeweils zum Jahresende statt.

Grüner Klimafonds: Mit diesem international verwalteten Topf sollen ab 2020 Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern im Umfang von jährlich 100 Milliarden US-Dollar finanziert werden. Gefüllt werden soll der Fonds von den Industriestaaten.

IPCC: Der Weltklimarat heißt offiziell Intergovernmental Panel on Climate Change (Zwischenstaatlicher Ausschuss zum Klimawandel). Aufgabe der 1988 gegründeten Institution ist es, die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung zusammenzutragen und den Regierungen Handlungsempfehlungen zu geben.

Klimarahmenkonvention: Beim UN-Erdgipfel in Rio verpflichteten sich 1992 die Staaten in einem Abkommen dazu, eine Störung des Klimasystems zu verhindern, die globale Erwärmung zu verlangsamen und ihre Folgen zu mildern. In der Konvention, die mittlerweile 195 Staaten ratifiziert haben, ist auch festgelegt, wie und in welchen Gremien über Klimaschutz verhandelt wird.

Klimawandel: Für die UN-Verhandlungen relevant ist nur der vom Menschen erzeugte Klimawandel. Laut IPCC ist dieser auf die mit der Industrialisierung steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückzuführen. Zu den Folgen gehören die Zunahme von Dürren, Hochwasser und Tropenstürmen sowie steigende Meeresspiegel durch Wassererwärmung, das Auftauen der Gletscher und Polkappen.

Kyoto-Protokoll: 1997 wurde in Japan ein Zusatz zur UN-Klimakonvention beschlossen, in dem erstmals verbindliche Zielwerte für den CO2-Ausstoß der Indus-trieländer festgelegt wurden. Dieser sollte bis Ende 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Die USA und Australien ratifizierten dieses Abkommen jedoch nicht, Kanada trat 2011 aus. Das Protokoll wurde später bis 2020 verlängert - allerdings ohne neue Zielwerte.

Treibhausgase: Meist ist nur von Kohlendioxid (CO2) die Rede, doch für den Treibhauseffekt sind auch andere Stoffe wie Methan und Lachgas verantwortlich. Seit 1990 stiegen die globalen Emissionen um 45 Prozent. CO2 und Co. halten sich über Jahrzehnte in der Atmosphäre - Veränderungen beeinflussen den Treibhauseffekt daher nur langfristig.

Zwei-Gra

d-Ziel: Je stärker sich die Erde aufheizt, umso schlimmer die Folgen für die menschliche Gesellschaft. Die UN-Staaten wollen die Erwärmung auf maximal zwei Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit begrenzen. Einige Forscher halten schon die Folgen einer Zunahme um 1,5 Grad für nicht mehr zu bewältigen. Bis 2014 betrug das Plus 0,8 Grad. Ohne massive Klimaschutzmaßnahmen dürfte die Erderwärmung bis 2100 vier Grad betragen. KSte

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