Emran Feroz 01.12.2014 / Politik

1147 Opfer bei 41 »Zielpersonen«

Trotz fragwürdiger Kriterien soll US-Drohnenkrieg in Afghanistan weitergehen

Die Generäle haben sich durchgesetzt: Die US-Regierung genehmigt ihren Truppen in Afghanistan 2015 weitere Kampfmissionen. Neben Bombern und Kampfjets sollen auch Drohnen zum Einsatz kommen.

Der Drohnenkrieg der Vereinigten Staaten genießt einen schlechten Ruf in der Welt. Recherchen der britischen Menschenrechtsorganisation Reprieve, die sich auch gegen Todesstrafe und Folter ausspricht, haben ergeben, dass bei den Drohnenattacken der US-Streitkräfte für 41 konkrete »Zielpersonen« bis jetzt 1147 Menschen sterben mussten. Unter diesen zur Tötung freigegebenen Personen befinden sich Ayman al-Zawahiri, Nachfolger Osama bin Ladens als Chef von Al Qaida, sowie Djalaluddin Haqqani, Anführer des nach ihm benannten Netzwerkes. Die beiden Männer sind wie zahlreiche weitere Zielpersonen immer noch am Leben.

Bei der absoluten Mehrzahl der Opfer handelt es sich ausschließlich um Zivilisten aus der afghanisch-pakistanischen Grenzregion, Jemen und Somalia. Berichten zufolge wurden über 3000 Menschen in diesen Regionen mit US-amerikanischen Drohnen ermordet. Laut Angaben des »Bureau of Investigative Journalism« (TBIJ), einer in...

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