Nigeria kommt nicht zur Ruhe

Anschlag auf Moschee fordert über 100 Tote

Kano. Nigerias Präsident hat den verheerenden Anschlag auf eine Moschee in Kano mit mindestens 120 Toten scharf verurteilt und versprochen, die Täter zu bestrafen. Staatschef Goodluck Jonathan wies die Sicherheitsbehörden am Samstag an, auf der Suche nach den Tätern »nichts unversucht zu lassen«. Der Emir von Kano, Mohammed Sanusi II., sagte bei einem Besuch am Tatort, die Muslime würden sich »niemals« einschüchtern lassen.

Mit Sprengsätzen und Gewehren bewaffnete Angreifer hatten die Große Moschee der Millionenstadt Kano im Norden des Landes während des Freitagsgebets attackiert. Nach Polizeiangaben sprengten sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft, bevor mehrere Schützen das Feuer auf flüchtende Gläubige eröffneten. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 120 Menschen getötet und 270 weitere verletzt.

Präsident Jonathan, ein Christ aus dem Süden des Landes, rief seine Landsleute dazu auf, »dem gemeinsamen Feind geschlossen zu begegnen«. Papst Franziskus sagte am Sonntag bei einem Besuch in der Türkei, der Anschlag auf eine Moschee sei »eine sehr schwere Sünde gegen Gott«.

Zuvor hatten bereits die UNO, die USA und die EU das Attentat mutmaßlicher Extremisten verurteilt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, es könne für Angriffe auf Zivilisten »keine Rechtfertigung geben«. Die islamistische Boko Haram hat sich bisher noch nicht zur Tat bekannt. AFP/nd

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