»Großschlag« gegen IS

Österreich geht mit Razzia gegen Dschihadisten vor

  • Von Hannes Hofbauer, Wien
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mit einer Razzia sind die Behörden in Österreich gegen mutmaßliche Unterstützer der IS-Terrormiliz vorgegangen. Wohnungen, Gebetsräume und Moscheen wurden landesweit durchsucht.

Es war einer der größten Einsätze österreichischer Staatsschützer seit dem Zweiten Weltkrieg. Zwei Jahre lang wurden geheimdienstliche Erkenntnisse gesammelt, bis in den frühen Morgenstunden des 27. November 900 Exekutivorgane ausschwärmten und vor allem in Graz und Wien zugriffen. Ziel der Aktion war die Zerschlagung salafistischer Strukturen im Land. Das Resultat war mager: 13 Verhaftungen.

Moscheen und Wohnungen wurden durchsucht, um sogenannte Hassprediger aufzuspüren. Die meisten der Verhafteten waren den Behörden seit Jahren bekannt, so manch einer saß bereits mehrmals in Untersuchungshaft. Ihre organisatorischen Strukturen stammen angeblich noch aus der Zeit des bosnischen Bürgerkrieges, als viele von ihnen gemeinsam in einer internationalen Mudschahedin-Brigade an der Seite von Alija Izetbegovic kämpften. Die verdächtigen Muslime sollen in ihrem Umfeld Menschen für den syr...


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