Glaubwürdige Zeitungen

Medienforschung

Die Tageszeitung ist für Jugendliche in Deutschland das glaubwürdigste Medium. Bei widersprüchlicher Berichterstattung vertrauten 40 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen den Darstellungen der Tageszeitungen, ergab die am Freitag veröffentlichte JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest. Dem Fernsehen sprechen Jugendliche mit 26 Prozent deutlich weniger Glaubwürdigkeit zu. Radiomeldungen und Internetberichterstattung wird mit 17 und 14 Prozent am wenigsten vertraut.

Angesichts der immer vielfältiger werdenden Medienlandschaft mit ihren verschiedenen Sichtweisen und kontroversen Darstellungen habe die Glaubwürdigkeit der Mediengattungen eine große Bedeutung, hieß es. Trotz ihrer hohen Vertrauenswerte werden Tageszeitungen allerdings nur von 32 Prozent der Jugendlichen genutzt, während das Internet mit 94 Prozent die meisten jugendlichen Nutzer verzeichnet. Als vertrauenswürdigste Seiten gelten hier »Spiegel Online« und Google mit jeweils 16 Prozent. Wikipedia steht mit 15 Prozent an zweiter Stelle. 83 Prozent der Jugendlichen schauen regelmäßig Fernsehen, 73 Prozent hören Radio.

Seit 2005 greift die JIM-Studie (Jugend, Information, Multimedia) die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Medien in unregelmäßigen Abständen auf. Trotz zunehmender Digitalisierung des Alltags blieben die Ergebnisse sehr konstant. Nur die Werte des Radios haben sich mit einer Erhöhung um sieben Prozentpunkte deutlich verändert. Für die repräsentative Studienreihe wird das Medienverhalten von Jugendlichen in Deutschland seit 1998 jährlich vom Medienpädagogischen Forschungsverbund und vom SWR ausgewertet. epd/nd

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