Schlecht bezahlte Arbeitstherapie

Mindestlohn in Thüringen: Sozialbranche fordert Kommunen zum Zahlen auf

  • Von Sebastian Haak
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Grundsätzlich halten Vertreter der Thüringer Sozialwirtschaft den Mindestlohn für richtig - wenn unter anderem die Kommunen die durch ihn entstehenden Mehrkosten übernehmen.

Vertreter der Thüringer Sozialwirtschaft fürchten um die Qualität der Hilfsangebote für sozial Schwache und Benachteiligte, sollten die Kommunen und andere Träger von entsprechenden Hilfsangeboten nicht die Mehrkosten übernehmen, die auf die Branche wegen der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zukommen. Wenn die Lohnuntergrenze von 8,50 Euro zum 1. Januar 2015 wirksam werde, seien mehrere tausend Arbeitsplätze in der Wohlfahrtspflege in Gefahr, sollten die Kostenträger der entsprechenden Dienstleistungen die notwendigen Mittel nicht bereitstellen, sagt der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Thüringen, Reinhard Müller. Dabei handele es sich nicht nur um sozialversicherungspflichtige Jobs, sondern auch um solche, bei denen die Arbeit Teil des Therapieangebots zum Beispiel für Suchtkranke oder psychisch kranke Menschen sei. Ähnlich äußert sich die Geschäftsführerin des Paritätischen Arbeitgeberverbandes in Thüri...


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