AfD lehnt Abgrenzung von der NPD ab

Greifswald. Neben dem bisherigen AfD-Landessprecher Matthias Manthei wird der frühere Radiomoderator Leif Erik Holm künftig die Alternative für Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern führen. Sie setzten sich am Samstag beim Landesparteitag in Greifswald durch. Eine klare Abgrenzung der AfD von der NPD blieb aus. Den »Schweriner Weg« - Konsens der demokratischen Parteien im Landtag und in Kreisparlamenten im Umgang mit der NPD - lehnt die Partei weiter ab. Manthei, Familienrichter in Greifswald, sagte, der Landesverband wolle Sachpolitik »unabhängig von politischen Schubladen« betreiben. Der frühere AfD-Landessprecher Holger Arppe, gegen den die Staatsanwaltschaft Rostock wegen Volksverhetzung Anklage erhoben hatte, kandidierte nicht mehr für den Landesvorsitz. Er begründete dies mit seinen politischen Verpflichtungen in der Rostocker Bürgerschaft und in der Ortsteilvertretung. Rund 30 Menschen demonstrierten vor dem Tagungshotel gegen die AfD mit Plakaten wie »Nazis abwählen«. dpa/ndSchwerbehinderte sind oft erwerbslosDresden. Schwerbehinderte sind die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt. Während sich die allgemeine Beschäftigungslage in den vergangenen Jahren in Sachsen stetig verbesserte, hat sich der Anteil behinderter Menschen an der Gesamtzahl der Arbeitslosen seit 2005 nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) mehr als verdoppelt. War 2005 nur jeder vierzigste Arbeitslose schwerbehindert, war es im vergangenen Jahr bereits jeder sechzehnte. Aktuell sind in Sachsen mehr als 10 500 Schwerbehinderte arbeitslos gemeldet. Vorurteile und Befürchtungen abzubauen, ist Ziel einer Themenwoche, mit der die Bundesagentur von Montag an mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen für mehr Inklusion werben will. dpa/nd

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