Die Berliner Weiße ist jetzt kulturelles Erbe

Am Freitag wurde die Berliner Weiße als erstes Bier Deutschlands als schützenswertes kulturelles Erbe ausgezeichnet. Die Slow Food Stiftung für Biodiversität setzte das Bier auf eine Liste mit Lebensmitteln, die ihrer Ansicht nach vom Aus bedroht sind. Das Sauerbier sei aus der Mode gekommen und vom Aussterben bedroht, teilte die Stiftung mit. Zwar gebe es industriell gebrautes Bier, das unter dem Namen verkauft werde. Die traditionelle Brauweise aus dem 17. Jahrhundert, bei dem das Bier in der Flasche und nicht in Tanks gäre, sei aber fast verloren. Anders als viele andere Biere reife die Berliner Weiße nach und könne auch Jahre später noch getrunken werden. Der grüne oder rote Sirup (Weiße mit Schuss) sei erst Anfang des 20. Jahrhunderts zum Bier gekommen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Berlin mehr als 50 Weißbierbrauereien gezählt, Mitte des Jahrhunderts waren es nur noch zehn. Mittlerweile gibt es wieder einige Brauereien, die Berliner Weiße nach altbekannter Art im Angebot haben. dpa/nd

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