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Der mit Mozartkugeln schmeißt

An der Komischen Oper Berlin macht Herbert Fritsch dem »Don Giovanni« Beine

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit Herbert Fritsch ist es so ähnlich wie mit Robert Wilson. Beim amerikanischen Großmeister des Lichts und der Geste und bei dem auf der Opernbühne noch jungen, aber sonst erfahrenen Ex-Castorf-Schauspieler geht es erklärtermaßen nicht um Beiträge zum Diskurs in der Rezeptionsgeschichte der Stücke. Es geht vielmehr darum, ob die zu der etablierten Ästhetik eigenen Rechts passen, die sie als Regie-Sonderlinge entwickelt haben.

Jetzt hat sich Fritsch über die Oper der Opern, Mozarts »Don Giovanni«, hergemacht. Das passt ausgezeichnet zur Dramaturgie des höheren Bühnenblödsinns und der ungehemmt eleganten Unterhaltung mit Hintersinn, die Barrie Kosky als Intendant der Komischen Oper hier eingeführt hat. Fritsch hat wie immer sämtliche Figuren wie Puppen aufgezogen und auf die Bühne stürmen lassen. Dort entfalten sie nach dem Motto »je verrückter, desto besser« ihr Eigenleben. Mal versuchen sie, einander zu übertrumpfen, mal ersc...


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