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800 Seiten Arbeitswelt - ohne Frauen

Christine Rudolf kritisiert an Thomas Piketty, dass er die ökonomische Ungleichbehandlung der Geschlechter ignoriert

  • Von Christine Rudolf
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bemerkenswert an Thomas Pikettys Buch »Das Kapital im 21. Jahrhundert« sind seine über 800 Seiten ausgebreitete empirische Untersuchung der Entwicklung des (finanz-)marktgetriebenen Kapitalismus sowie seine Vorschläge, wie dieser selbstzerstörerischen Eigendynamik des Systems entgegengetreten werden könnte. Er weist eindrucksvoll nach, dass große Kapitalbesitzer immer reicher werden und das Volkseinkommen aus Arbeitseinkommen dagegen kleiner wird. Piketty träumt von Staaten, die diesen Prozess durch Umverteilung über Steuern revidieren.

Ökonomen kritisieren das Buch vor allem aus zwei Perspektiven: Piketty, so sagen sie erstens, verwechsle Vermögen mit Kapital. Zweitens sei die Analyse, mit der er die Konzentration von Vermögen alias die Akkumulation von Kapital erklärt, problematisch. Ebenso zu bemängeln ist allerdings, dass Arbeit, Einkommens- und Vermögenssituation von Frauen nicht Gegenstand seiner empirischen Forschung si...


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