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DDR-Staatsjacht versteigert

Die »Albin Köbis« ging für 130 000 Euro an einen Unternehmer aus dem Raum Berlin

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Die Versteigerung der ehemaligen DDR-Staatsjacht »Albin Köbis« am Sonntag war mit Spannung erwartet worden. Schon nach wenigen Minuten hatte das Schiff einen neuen Besitzer.

Stralsund/Rostock. Die ehemalige DDR-Staatsjacht »Albin Köbis« ist am Sonntag in Rostock für 130 000 Euro versteigert worden. Wie der Auktionator Kai Rocholl anschließend berichtete, handele es sich bei dem Käufer um einen Unternehmer aus dem Großraum Berlin. Weitere Details über den Käufer oder seine Intentionen dürfe er nicht weitergeben. Der Unternehmer hatte telefonisch mitgeboten, die Auktion der Norddeutschen Grundstücksauktionen AG dauerte etwa sechs Minuten. Das Mindestgebot lag bei 34 000 Euro.

Das 36 Meter lange Schiff stammt aus der Insolvenzmasse der Stralsunder P+S-Werften. Ein fünf Jahre altes Gutachten hatte seinen Wert auf gut 200 000 Euro eingeschätzt. »Wir müssen zufrieden sein. Es ist der Marktpreis, der sich jetzt unter diesen objektiven Bedingungen gebildet hat«, sagte der Bevollmächtigte des Insolvenzverwalters, Hans-Jürgen Hergert, der die Auktion als »ein bisschen nervenaufreibend« erlebt hatte. Der Erlös komme nun den Gläubigern der Werft zugute. Das Schiff sei frei von Belastungen.

Die »Albin Köbis« war im Oktober 1974 auf der Jachtwerft Berlin-Köpenick vom Stapel gelaufen. Sie war eine von vier DDR-Staatsjachten und wurde von der DDR-Führung zum Empfang hochrangiger Gäste genutzt. Der P+S-Werfteneigner Detlef Hegemann hatte das Schiff nach dem Kauf 1994 für 1,5 Millionen D-Mark (rund 750 000 Euro) von Grund auf überholen lassen. dpa/nd

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