Mexikos Probleme ausgeblendet

Schwach besuchter Iberoamerika-Gipfel in Veracruz beschloss Bildungsvorhaben

  • Von Sara Charlotte König, Mexiko-Stadt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mexiko war diese Woche Gastgeber der Staaten aus dem spanischen und portugiesischen Sprachraum. Die Konferenz hat gegenüber anderen regionalen Bündnissen an Bedeutung verloren.

Schon seit Wochen ist Mexikos Regierung wegen des Studentenmassakers von Iguala mächtig unter Druck. Ausgerechnet jetzt war das Land auch noch Gastgeber des 24. Iberoamerika-nischen Gipfels. Regierungsvertreter aus Lateinamerika trafen sich am Mintag und Dienstag mit Repräsentanten ihrer ehemaligen Kolonialmächte Spanien und Portugal sowie Andorra in der ostmexikanischen Stadt Veracruz. Auf dem von Polizisten und Soldaten schwer umstellten Konferenzgelände debattierten sie über wirtschaftliche, politische, kulturelle und soziale Zusammenarbeit.

Nur wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier gab die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft bekannt, dass erstmals ein Opfer des Studentenmassakers durch DNA-Untersuchungen identifiziert werden konnte. Dabei handelt es sich um den 19-jährigen Lehramtsstudenten Alexander Mora Venancio. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ging gleich zur Offensive über. Zum Auftakt des Gipfels sprach er de...


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