Putin bringt Flüssiggas nach Indien

Russland verwirklicht zielstrebig die Umverteilung seiner Energielieferungen

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit Energie geht Russland an die Umverteilung seiner Erdgas- und Öllieferungen von Westeuropa in andere Regionen - South Stream ist tot, es lebe Asien, lautet die neue Losung des Konzerns Gasprom.

Die ersten regulären Lieferungen von verflüssigtem Erdgas aus Russland an Indien kündigte Russlands Präsident Wladimir Putin für das Jahr 2017 an. Das tat er unmittelbar vor seinem Staatsbesuch in Neu Delhi, der am Mittwochabend begann, und demonstrativ nach dem Scheitern der Pipeline South Stream nach Südeuropa. Nach einem bereits 2012 geschlossenen Vertrag wird Indien im Laufe von 20 Jahren jeweils 2,5 Millionen Tonnen Flüssiggas, die etwa 3,5 Milliarden Kubikmeter Gas entsprechen, erhalten.

Nur eine Woche hatte es gedauert, bis die Umsetzung eines weiteren strategischen Energiehandels begonnen wurde. In St. Petersburg wurde am Montag das Gemeinschaftsunternehmen Gasprom Russkaja gegründet. Das verwirklicht den Bau einer Pipeline in die Türkei. Die vereinbarte Präsident Putin bei seinem Türkei-Besuch Anfang September mit Gastgeber Recep Tayyıp Erdoğan.

Ursprünglich sollte die Gasleitung South Stream unter Umg...


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