Debatte um Friedens-»Aufruf der 60«

Kritik an und Zuspruch für Appell für neue Entspannungspolitik gegenüber Russland

  • Von Vincent Körner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

60 Prominente fordern einen anderen Umgang mit Russland und warnen vor zunehmender Konfrontation. Grüne und SPD reagieren bisher hauptsächlich mit Ablehnung und Skepsis.

Berlin. Gemessen an der Prominenz der Unterzeichner war das Medienecho auf den Appell »Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!« für eine neue Entspannungspolitik und gegen einseitige Schuldzuweisungen im Ukrainekonflikt eher gering. Nun aber kommt eine Diskussion über den Aufruf von mehr als 60 prominenten Politikern und Kulturschaffenden in Gang - bei SPD und Grünen ist Kritik laut geworden, es gibt aber auch die Forderung, sich ernsthaft mit den Kritikern auseinanderzusetzen.

Ende vergangener Woche hatten unter anderem der frühere Kanzler Gerhard Schröder, die Grünen-Politikerin Antje Vollmer, Ex-Bundespräsident Roman Herzog, der Theologe Friedrich Schorlemmer und der Liedermacher Hans-Eckardt Wenzel vor einer »unheilvollen Spirale aus Drohung und Gegendrohung« gewarnt. Man dürfe »Russland nicht aus Europa hinausdrängen«, heißt es in dem Papier weiter. An die deutsche Politik gerichtet heißt es, »wer nur Feindbilder ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.