Kino in der Grauzone

Kubanisches Filmfest

  • Von Andreas Knobloch, Havanna
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wenn sich im Dezember überall in Havanna lange Warteschlangen bilden, unabhängig von der Uhrzeit oder vom Wetter, dann hat das Festival des Neuen Lateinamerikanischen Films begonnen. Die diesjährige Ausgabe ist dem verstorbenen kolumbianischen Schriftsteller Gabriel García Márquez gewidmet. Er hatte das prestigeträchtige Festival 1979 mitbegründet.

Es sind vor allem kubanische Filme, die für einen großen Zuschauerandrang sorgen: der auch im Ausland erfolgreiche Streifen »Conducta« von Ernesto Daranas etwa; Fernando Pérez’ »La pared de las palabras«; »Fátima o El Parque de la Fraternidad« von Jorge Perugorría oder »Venecia« von Enrique »Kiki« Álvarez.

Hinter den Kulissen aber rumort es. Eine Gruppe unabhängiger kubanischer Filmemacher, darunter bekannte Namen wie Fernando Pérez, Pavel Giroud oder Rebeca Chávez, drängt auf ein Filmgesetz, das den neuen Dynamiken des Filmemachens in Kuba gerecht wird. Auf einem der zahlreic...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.