Josephine Schulz 15.12.2014 / Politik

Schuhe für Gauck

»Friedenswinter« vor Schloss Bellevue - Protestbündnis gegen militante deutsche Politik

Unter dem Motto »Friedenswinter« gingen am Wochenende Tausende auf die Straße. Ein sehr heterogenes Bündnis. Im Mittelpunkt der Kritik stand Bundespräsident Joachim Gauck.

»Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins: Sag nein!« Die Worte des Schriftstellers Wolfgang Borchert wiederholt der Theologe Eugen Drewermann und erhebt dabei die Hand zum Schloss Bellevue. »Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins: Sag nein!« Ein Ruf an den Bundespräsidenten Gauck.

Rund 4000 Menschen sind dem Aufruf verschiedener Organisationen nachgekommen und vor das Schloss Bellevue gezogen - die größte Berliner Friedensdemonstration des Jahres. Parallel gingen auch in Hamburg, Bochum und Heidelberg die Menschen auf die Straße. Die Aufzüge sollen erst ein Beginn sein. Ein ganzer »Friedenswinter« soll es werden, mit einem Abschluss zu Ostern. Bis dahin will man wieder eine richtige Bewegung werden. »Das hier ist erst der Anfang«, ruft Rei...

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