Petry macht sich an Pegida ran

»Alternative für Deutschland« trägt Ressentiments der Straße in den sächsischen Landtag

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die »Alternative für Deutschland« tritt immer offener als Fürsprecher der islamfeindlichen Initiative »Pegida« in Sachsens Landtag auf.

Pegida redet mit keinem. Die islamfeindliche Initiative, die in Dresden am Montag bereits 15 000 Menschen auf die Straße brachte, verweigert jeden Dialog. Die Anhänger reden nicht mit Journalisten (»Lügenpresse«) und auch nicht mit Politikern, die zu den »Spaziergängen« gehen und das Gespräch suchen; die Organisatoren lassen die Medien ebenso abblitzen wie Angebote etwa der Landeszentrale für politische Bildung, die ihnen sogar eine Art Runden Tisch angeboten hatte. Es gibt indes eine Ausnahme: Die sächsische AfD-Fraktion, teilte deren Chefin Frauke Petry mit, habe Pegida für Januar zum Gespräch eingeladen, und sie gehe davon aus, dass die Offerte angenommen wird.

Spätestens nach einer Debatte zum Thema Asyl, die am Mittwoch im Landtag stattfand, ist das fest anzunehmen; schließlich wissen die Pegida-Köpfe nun, dass sie bei der AfD nicht kritische Töne erwarten, sondern verbales Schulterklopfen. Die Abgeordnete Kirsten Muster ...

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