Putin gibt Russlands Krise zwei Jahre

Präsident warnt auf seiner Moskauer Jahrespressekonferenz den Westen vor der Errichtung neuer Mauern

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nicht nur der Westen sei schuld an Russlands Krise, räumte Präsident Putin auf seiner Pressekonferenz ein. Es habe auch Fehler in der Wirtschaftspolitik gegeben.

Die Frage, ob Wladimir Putin auch bei den nächsten Präsidentenwahlen 2018 antritt, ist der Klassiker bei den Jahrespressekonferenzen des Kremlchefs in Moskau. Sie kommt meist zum Schluss. So auch am Donnerstag. Diesmal indes mit Zusatz: Ob er seine Kandidatur von den wirtschaftlichen Entwicklungen abhängig machen werde und ob er sich für Währungsverfall und Turbulenzen an den Börsen mit verantwortlich fühle.

Der Präsident, so Putin kühl, sei in Russland immer und für alles verantwortlich. Die Zeiten seien nicht leicht, das habe mit subjektiven und objektiven Faktoren zu tun. Russland verfüge jedoch über die nötigen Reserven, um die Probleme meistern.

Mit wirtschaftlicher Manöverkritik hatte Putin reichlich drei Stunden zuvor seine Ausführungen auch begonnen. Ihnen lauschten 1259 Journalisten, darunter über 200 ausländische. Weil der Präsident sich zuvor nicht dazu geäußert hatte, erwarteten russische Beobachter nicht nur...


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