Bombe am Hauptbahnhof entdeckt

Nach einem Bombenfund am Hauptbahnhof von Potsdam mussten Tausende ihre Wohnungen und Büros verlassen. Am Nachmittag sollte der Blindgänger entschärft werden.

Potsdam. Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Donnerstagvormittag am Potsdamer Hauptbahnhof gefunden worden. Der Blindgänger sei in etwa ein Meter Tiefe bei Bauarbeiten für die neue Zentrale der Landesinvestitionsbank ILB freigelegt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Da der Sprengkörper bewegt wurde, müsse noch am Nachmittag entschärft werden. Nach weiterer Munition werde noch gesucht.

Rund 800 Meter um den Bahnhof wurde ein Sperrkreis eingerichtet. Der Zugverkehr wurde unterbrochen. Knapp 10 000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem drei Pflegeheime. Als Unterkünfte für betroffene Potsdamer standen unter anderem Freizeittreffpunkte und eine Schule bereit. 500 Helfer von Stadtverwaltung und Feuerwehr waren im Einsatz, um den Sperrkreis abzusichern.

In dem Bereich liegt auch der Landtag am Alten Markt. Abgeordnete und Mitarbeiter mussten das Gebäude verlassen. Die Parlamentssitzung wurde gegen Mittag unterbrochen. Die noch ausstehenden Debatten wurden auf die Sitzung im Januar vertagt, teilte Landtagssprecherin Katrin Rautenberg mit.

Auch Mitarbeiter der Staatskanzlei sowie des Finanz-, des Bildungs-, des Wirtschafts- und des Justizministeriums mussten ihre Büros verlassen. Diese Gebäude liegen alle etwa 500 Meter entfernt vom Hauptbahnhof. dpa/nd

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