Deutsche Welle soll ihren Kurs ändern

Beschäftigte wollen sich nicht mit den Ideen von Intendant Limbourg anfreunden

  • Von Thomas Klatt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die permanente Unterfinanzierung der Deutschen Welle droht in einen Umbau des Senders zu münden. Die Beschäftigten sind entsetzt - über Personalabbau und befürchteten inhaltlichen Kahlschlag.

Der Name täuscht - die Deutsche Welle wird nicht nur in Deutsch, sondern in 30 Sprachen ausgestrahlt. Und der Auslandssender wird, anders als ARD, ZDF und Deutschlandradio, nicht über Gebühren, sondern allein aus Steuermitteln über den Bundeshaushalt finanziert. Unterfinanziert, muss der Genauigkeit halber hinzugefügt werden - seit gut 15 Jahren ist der Etat nicht mehr angehoben worden, was bei permanenter Kostensteigerung, Inflation sowie Honorar- und Gehaltserhöhungen faktisch eine Absenkung des Programmetats bedeutet.

Nun aber verspricht Intendant Peter Limbourg einen Ausweg. Dumm nur, dass viele seiner Mitarbeiter in Bonn und Berlin wenig begeistert sind. Denn Limbourg will den Sender hin zu einem englischsprachigen News-Kanal umbauen. Woanders soll dafür gespart werden, vor allem bei den Freien. Mehr als jedem zehnten seiner 3000 Mitarbeiter hat Limbourg bereits eine Kündigung oder zumindest eine Einschränkungsmitteilung ...


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