UNTEN LINKS

Endlich liegt es vor, das große Werk der Ausländer-Maut, dass der automobilpolitische Tausendsassa Alexander Dobrindt ausgeknobelt hat. Die CSU will es von der UNESCO demnächst als achtes Weltwunder anerkennen lassen; vor allem, weil es den deutschen Autofahrern ein raffiniertes Schlupfloch lässt: Wer sich nur auf abgelegenen, unscheinbaren Pfaden fortbewegt und das mit Fahrtenbuch, Videolivestream oder NSA-Beobachtungsprotokoll nachweisen kann, der muss nicht blechen. Wie aber findet der mautsparbewusste deutsche Autofahrer solche Schleichwege? Mit Hilfe einer Erfindung, die vor genau 25 Jahren getätigt wurde: mit dem guten alten Navi. Einmal auf »Nie wieder Maut« programmiert, führt es das Fahrzeug wie von Geisterhand über Waldwege, Feldraine, ausgetrocknete Flussbetten, stillgelegte Bahntrassen, Trampelpfade, Ameisenstraßen. Gut, man braucht ein bisschen Zeit dafür, aber man trifft keinen einzigen Mautausländer. wh

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