Ja, ein Egomane - aber überaus erfolgreich

Die bisher beste Biografie von Heinrich Schliemann hat Reinhard Witte verfasst

  • Von Armin Jähne
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Er wollte aus der Enge Mecklenburgs ausbrechen. Er wollte weg aus der Familie, deren Ruf ein Wüstling als Vater beschmutzt hatte, fort aus dem sozial stigmatisierten Pfarrhaus. Über Rostock und Hamburg verschlug es ihn durch unglücklich-glückliche Umstände nach Amsterdam - eine Sternstunde für die sich zur Wissenschaft entwickelnde Archäologie. Denn in den Niederlanden stieg Heinrich Schliemann gesellschaftlich auf, was übrigens ohne Fremdsprachenkenntnisse unmöglich war. Russisch wurde für ihn zu jenem Tor, durch das er in eine Welt eintrat, die ihm bisher verschlossen war.

Auf Amsterdam folgten St. Petersburg und Moskau sowie verschiedenste Reisen durch Europa, nach Nordafrika, Asien bis Japan und San Francisco. In, Athen gründete er eine zweite Familie. Zum Fixpunkt seines Lebens aber wurde der Hügel Hisarlik unweit der Dardanellen, wo er das sagenhafte Troja nicht nur vermutete, sondern es auch fand. So jedenfalls seine fe...


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