Reh und Hirsch sorgen für monotone Buchenwälder

Studie zeigt Schwächen aktueller Konzepte zur Wiederherstellung »wilder« Wälder. Von Benjamin Haerdle

  • Von Benjamin Haerdle
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das sogenannte Fünf-Prozent-Ziel gilt als eines der großen Mantras der aktuellen Naturschutzpolitik. Es besagt, dass bis zum Jahr 2020 fünf Prozent der gesamten Waldfläche Deutschlands aus der Nutzung genommen werden sollen. So hat es die Bundesregierung in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt im Jahr 2007 festgehalten. Naturschutzverbände machen deswegen seit Jahren Druck auf Landesforstverwaltungen und private Waldbesitzer, mehr Wälder sich selbst zu überlassen. Forstverbände und Waldbesitzer trommeln fleißig dagegen, weil sie der Meinung sind, dass nur über die Nutzung der Wälder wichtige Arbeitsplätze gesichert und das für das Klima schädliche Kohlendioxid gespeichert werden können. Eine aktuelle Studie, die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie Jena im Fachmagazin »Annals of Forest Research« veröffentlichten, zweifelt am Nutzen der wilden Wälder für den Naturschutz. Schutzgebiete, so das zentra...


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