Schon GEZahlt?

Den Gegnern des Rundfunkbeitrags geht es in ihrer Kritik meist um mehr als die Abgabe

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

An Herrn Adam Ries.« Mit dieser Anrede beginnt ein Brief, den das Museum im ehemaligen Wohnhaus des berühmten Mathematikers im sächsischen Annaberg-Buchholz vor anderthalb Jahren erhielt. Der Rechenmeister wird in dem Schreiben aufgefordert, seine Rundfunkgebühren zu bezahlen.

Pech für den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandfunk war nur: Adam Ries ist seit mehr als 450 Jahren tot, in seinem früheren Wohnhaus residiert nur besagtes Museum, das sein Andenken bewahrt. Während der dahinter stehende Trägerverein den offensichtlich falschen Zahlungsbescheid etwas genervt, aber mit Augenzwinkern schnell klärte, kursiert diese Posse seitdem unter Gegnern des Rundfunkbeitrags als ein weiterer Beleg für die Unfähigkeit, respektive vermeintliche Arroganz des öffentlich-rechtlichen »Zwangssystems«, welches bis zum Jahreswechsel 2013 noch unter dem Kürzel GEZ viel Widerstand gegen sich hervorrief.

Die Gebühreneinzugszentrale...


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