Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Tunis: Sieg des säkularen Modells?

Ehemaliger Ben-Ali-Mann Essebsi gewann die Stichwahl zum Präsidentenamt

  • Von Mirco Keilberth, Tripolis
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit der Präsidentschaftswahl endet die Übergangsphase Tunesiens. Auf den Gewinner Essebsi warten zahlreiche Herausforderungen.

Der 88-jährige Béji Caid Essebsi ist Sieger der tunesischen Präsidentschaftswahlen vom Sonntag. Das Lager des amtierenden Übergangspräsidenten Moncef Marzouki, der gegen Essebsi antrat, hatte zunächst dieser Aussage widersprochen. Die Stichwahl gilt als Abschluss der vierjährigen Übergangsphase zur Demokratie seit dem Sturz des Autokraten Ben Ali.

»Ich danke meinem Konkurrenten Marzouki und widme meinen Sieg den Märtyrern der Revolution, von nun an sollten wir alle zusammen arbeiten«, so Essebsi auf einer Siegesfeier der säkulären Partei Nidaa Tounès (Ruf Tunesiens), in der viele ehemalige Anhänger Ben Alis Zuflucht gefunden haben.

In der ersten Runde stimmten 39 Prozent der Wähler für Essebsi und 33 für den Menschenrechtsanwalt Marzouki, dem eine Nähe zu der religiös geprägten Ennahdha-Partei nachgesagt wird. Nun kamen Essebsi im vorläufigen Ergebnis auf 55,68 und Marzouki auf 44,32 Prozent.

Bis auf einen Zwischen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.