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Griechenland: Samaras will Wahlen vorziehen

Athen. Mit dem Angebot einer vorgezogenen Parlamentswahl Ende 2015 will Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras Unterstützung für seinen Präsidentschaftskandidaten gewinnen und eine drohende Neuwahl schon Anfang des Jahres abwenden. Es sei »nationale Pflicht«, vor einer Neuwahl erst die Verhandlungen mit den Gläubigern über benötigte Notkredite abzuschließen, sagte Samaras. Die linke Opposition warf ihm umgehend vor, sich vor dem Wählervotum drücken zu wollen. In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl hatte Samaras-Kandidat Stavros Dimas am vergangenen Mittwoch 40 Stimmen im Parlament zu wenig erhalten. Ohne Zugeständnisse der Regierung an oppositionelle Abgeordnete droht er auch im zweiten sowie im entscheidenden dritten Wahlgang am 29. Dezember durchzufallen. Schon im Januar oder Februar müsste dann ein neues Parlament gewählt werden, nach Umfragen würde dabei die Linkspartei SYRIZA gewinnen. Sie will den Spar- und Reformkurs aufkündigen. AFP/nd

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