Ohrfeigen und offene Ohren

Zum Tode des großen Schlagersängers Udo Jürgens

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Wenn man in ausreichender Menge Thomas Bernhard las, wachsen die Schwierigkeiten mit Österreich. Denn hat man Bernhard zur Genüge inhaliert, sickert in die Lobpreisung vom weltberühmten Schmäh immer auch ein zäher Wunsch nach Abstand. Du kriegst nämlich das Staunen nicht los, wie man in Austria dem Hitler 1938 ins Braune kroch, um als Widerstandsbewegung wieder herauszukommen. Und dazu noch behauptete, man sei heil herausgekommen. Heil stimmt. Das Wort für die totale Heillosigkeit - die den Menschen knackt. Mit Ohrfeigen kann’s beginnen. Die erste erwischte den Jungen, weil er zu schmächtig, zu zurückhaltend war, als Hitlerjunge zu unsportlich - der HJ-Führer schlug zu, das Ohr war fortan fast taub. Dann verhielt sich der Zehnjährige mal nicht zurückhaltend, er lief aus dem Haus und rief laut, in ein paar Tagen sei der Krieg zu Ende. Da schlug der Nächste zu, denn für solchen Defätismus konnte man auf der Stelle erschossen werden. D...

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