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Berlin kriminell

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Erst im Januar 2013 gegründet, ist der Elsengold Verlag bei reich illustrierten Sachbüchern über die »schönste Stadt der Welt«, also Berlin, eine erste Adresse. Namenspatronin des Editionshauses war die von den Berlinern als »Goldelse« bezeichnete Siegessäule im Tiergarten.

Jüngst erschien im Verlag eine kriminalistische wie historisch-soziologische Zeitreise. Regina Stürickow wurde in alten Polizeiakten fündig. Ihr Buch über das kriminelle Berlin ist in vier Zeitepochen gegliedert: Kaiserreich, Weimarer Republik, »Drittes Reich«, Nachkriegszeit. Das Scheunenviertel und das Areal um den Ostbahnhof waren Kriminalitätszentren, aber auch der Bülowbogen bis Wittenbergplatz.

Berichtet wird über den »Buddha vom Alexanderplatz«, den berühmten Kriminalisten Ernst Gennat, ein Medienstar, der die Mordkommission erfand und die Polizeiarbeit revolutionierte. Man erfährt von der vergeblichen Flucht eines Mörders nach Brasilien 1897, von einem raffinierten Mord im Hotel Adlon während der Revolution 1918/19, von der »Steglitzer Schülertragödie« der Zwanziger Jahre, vom »Muskel-Adolf« und von der Ganovenschlacht am Schlesischem Tor 1928 sowie vom wahrscheinlich 1943 unschuldig verurteilten »doofen Bruno« und dessen Nachwirkung im Nachkriegsfilm »Nachts, wenn der Teufel kam«. Es fehlen nicht die Sass-Brüder, die Gladowbande und der »König von Kreuzberg«, ein Schutzgelderpresser mit besten Kontakten zur Polizei All das ist interessant garniert und bestens layoutet. Lesenswert.

Regina Stürickow, Verbrechen in Berlin, 32 historische Kriminalfälle 1890-1960. Elsengold Verlag. 208 S., geb., 24,95 €.

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