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Politik und Behörden rütteln am Kirchenasyl

EKD-Ratsvorsitzender: »Debatte geht in die falsche Richtung und ist nicht hilfreich«

  • Von Andreas Hummel, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Aus Angst vor Abschiebung suchen immer mehr Flüchtlinge in Kirchengemeinden Zuflucht. Das hat einen Streit über das Kirchenasyl entfacht. Die Debatte lenke von den wahren Problemen im Umgang mit Flüchtlingen ab, bedauert Bischof Bedford-Strohm.

Jena. Ein Schreibtisch, ein Schrank, ein Hochbett - für mehr ist in dem kleinen Zimmer von Ahmed Husseini kein Platz. Immerhin verbreitet eine kleine Pyramide etwas Weihnachtsflair. Für den Mittzwanziger aus Afghanistan ist der karge Raum die letzte Chance, doch in Deutschland bleiben zu können. Eigentlich sollte er nach Bulgarien abgeschoben werden - das EU-Land, in dem er zuerst als Flüchtling registriert wurde. Doch die Gemeinde in Jena bot ihm Kirchenasyl. Seit August ist das Zimmer seine Zuflucht. Fernab von Frau und Kindern, die er im Iran zurücklassen musste.

Kirchengemeinden in Deutschland bieten inzwischen wieder häufiger Flüchtlingen, die von Abschiebung bedroht sind, Schutz - und stoßen damit auf wachsende Kritik. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) fragte jüngst, mit welcher Legitimation sich Kirchen in einem Rechtsstaat über Verwaltung und Gerichte stellen.

Inzwischen erwägen Behörden, die Bedingung...


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