Ralf Hutter 30.12.2014 / Kultur

Erinnerung und Unbehagen

Radio Corax hat Interviews online gestellt, in denen Zeitzeugen über das Ende der DDR reflektieren

Ein weiteres Mauerfall-Gedenkjahr geht zu Ende. Was bleibt? Die Tränen der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), als sie sich in der Bundestagsfeierstunde eine Wiederkehr jenes Moments wünschte, »als die Deutschen sich in den Armen gelegen haben«? Die bedeutsamen Worte von Bundespräsident Joachim Gauck, der in seiner Rede zum Jahrestag irgendwas mit Freiheit sagte?

Die Existenz des Internets gibt Hoffnung, dass ein alternatives Projekt zusammen mit dem offiziellen Schnulz überdauert: die Interviewsammlung, die Radio Corax aus Halle unter dem Namen »Wendefokus« online gestellt hat. Corax ist, auch auf Grund der Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt, eines der am besten funktionierenden und rezipierten Freien Radios Deutschlands. Es hat über 80 mindestens halbstündige Gespräche mit Leuten geführt, die vor allem im Raum Halle das Ende der DDR miterlebt und zum Teil mitgestaltet haben - Menschen, die in den ve...

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