»Wir sind immer noch am Leben«

In der Kiewer Frolowskaja Uliza kümmern sich Schutzengel um Flüchtlinge aus der Ostukraine

  • Von Daria Shalygina, Kiew
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Vor allem aus dem ostukrainischen Kriegsgebiet sind Hunderttausende Menschen in andere Landesteile geflohen, viele von ihnen auch in die Hauptstadt.

Unser Weg führt uns durch Podil, die malerische Altstadt Kiews. Auf einer der bei Touristen bekanntesten Straßen der ukrainischen Hauptstadt, Andrijiwski Uswis, werden handgemachte Souvenirs und Antiquitäten verkauft. In einer Nebenstraße entdeckt man jedoch eine Welt, die zur friedlichen Idylle eines Wochenendes in Kiew in krassem Gegensatz steht.

Der Straßenname Frolowskaja Uliza ist für Tausende Menschen ein Teil ihres alltäglichen Vokabulars geworden. Denn an der Frolowska 9/11 befindet sich das Zentrum für humanitäre Hilfe für die Aussiedler aus der Krim und der Ostukraine, dem Gebiet, in dem der Krieg tobt. Hier bekommen geflüchtete Familien Lebensmittel, Kleidung, Bettwäsche, Geschirr, Spielzeuge, Bücher und Schreibwaren für Kinder. Angeboten werden auch juristische Beratung und psychologische Hilfe. Eröffnet wurde zudem eine Stelle für Arbeitsbeschaffung.

All das ist keine staatliche Initiative, sondern Ergebnis ...


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