Allein gegen Boko Haram

Nigerias Regierung vermisst beim Kampf gegen die Terrorsekte eine echte Unterstützung der Nachbarländer

  • Von Anne Gonschorek, Kapstadt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Boko Haram ist längst ein Problem über Nigeria hinaus. Obwohl westafrikanische Regierungen von einem gemeinsamen Krieg gegen die Islamisten sprechen, steht das Ursprungsland recht alleine da.

Boko Haram wird als schlimmste Bedrohung Nigerias und damit Afrikas größter Wirtschaft und Top-Ölproduzenten angesehen. Kämpfer der islamistischen Gruppe, die übersetzt »Westliche Bildung ist verboten« heißt, greifen aber seit Monaten auch immer wieder Grenzdörfer in Kamerun an. Dessen Militär berichtet von mehr als 1000 islamistischen Kämpfern, die verschiedene Orte im Grenzgebiet überfielen und dabei mehrere Zivilisten und Soldaten umbrachten.

»Hier herrscht komplette Panik«, beschrieb Danjuma Hamina, eine Einwohnerin Achigachias im Norden Kameruns, die Situation gegenüber der Deutschen Welle. Mitglieder der Terroristengruppe hatten die Stadt überfallen und einen Militärstützpunkt übernommen. Erst nachdem Kamerun zum ersten Mal Luftangriffe flog, konnte das Militär den Stützpunkt wieder einnehmen. Inzwischen sind viele Überlebende jedoch in die Hauptstadt Jaunde geflohen. Bisher ist unklar, wie viele Menschen während der Ang...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.