Rückkehr mit Ausstiegsklausel

Die ARD glaubt an Läuterung des Radsports und überträgt wieder die Tour de France

  • Von Ruben Stark und
Thomas Nowag, München
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Radsport ist nach Meinung der ARD wieder massentauglich. Ab 2015 überträgt das Erste live von der Tour de France - mit einer Ausstiegsklausel, sollte es weitere Dopingfälle geben.

Die ARD kehrt im Sommer zu Live-Übertragungen der Tour de France zurück und ermöglicht dem Radsport wieder Auftritte auf der großen deutschen TV-Bühne. Gleichlautenden Informationen des »Spiegel« und des Sportinformationsdienstes zufolge wird der Sender ab dem 4. Juli täglich vom bedeutendsten Radrennen der Welt berichten. Das sei von den Intendanten des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks beschlossen worden. Der Vertrag mit dem Veranstalter ASO läuft vorerst über zwei Jahre.

Anscheinend hat sich die ARD, die zuletzt im Jahr 2011 die Tour live übertragen hatte, gegen Skandale abgesichert: Der Vertrag soll eine Ausstiegsklausel für weitere Dopingfälle erhalten. Weil das ZDF sich nicht an den Fernsehübertragungen beteiligt, kommen auf die ARD allerdings erhebliche Mehrkosten zu. Angeblich zahlt die ARD etwa 2,5 Millionen Euro pro Jahr an die ASO und hat zudem einen deutlichen erhöhten Personalaufwand als früher.

Rudolf Scha...


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