War das ein Weltenwechsel?

»Figürliche Malerei aus dem letzten Jahrzehnt der DDR und heute« in Cottbus

  • Von Harald Kretzschmar
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Das Museum Dieselkraftwerk Cottbus macht wieder von sich reden. Die Fühler in das, was manche voreilig als schwäbische Provinz abtun, sind weit ausgestreckt. Reutlingens guter Ruf als Künstlerort wurde einst von dem auch im Osten gut bekannten HAP Grieshaber begründet. Er motivierte einst den Textilfabrikanten Siegfried Seiz, seine Sammelleidenschaft auf Künstler in der DDR auszudehnen. In den späten achtziger Jahren lernte der im Ost-West-Handel Aktive den Berliner Maler Heinrich Tessmer kennen. Dieser machte ihn mit etwa gleichgestimmten Kollegen bekannt. Es waren solche, die engagiert in der Kunstszene und distanziert zum offiziell Gewünschten waren.

So entstand damals in wenigen Jahren eine profilierte kleine Sammlung - jeweils zwei, drei Bilder von 23 Künstlern. Erstmalig wurden sie außerhalb Reutlingens im Sommer 1999 in Potsdam gezeigt. Das war schon damals ein Fanal. Wenige Wochen nach dem Debakel einer schändlichen Ni...


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