Schrilles Alarmsignal

PEN: Weltweit üben Autoren Selbstzensur

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Repräsentanten des sogenannten Westens rühmen sich gerne ihrer freiheitlichen und demokratischen Tradition. Doch seit der durch Edward Snowden aufgedeckten systematischen Überwachung durch primär US-amerikanische und britische Geheimdienste hat dieses Narrativ deutliche Risse bekommen. Eine am Montag veröffentlichte Zusammenfassung einer Studie des US-amerikanischen Ablegers der internationalen Schriftstellervereinigung PEN macht diese Risse nun noch offensichtlicher. Und zwar in einem besonders sensiblen Bereich: Die Freiheit des Ausdrucks ist zentral für die Tätigkeit von Schriftstellern. Doch die Untersuchung des PEN zeigt, dass sich viele Autoren weltweit um diese Sorgen machen und bereits mit der viel bemühten Schere im Kopf kommunizieren, recherchieren und schreiben. Die Schriftstellerverreinigung untermauert damit ein Umfrageergebnis unter US-amerikanischen Autoren aus dem November 2013.

Für die jüngste Erhebung wurden nun 77...


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