Abwasserentsorgung skurril

Streit um die Altlasten des Kalikonzerns K+S nimmt immer sonderbarere Züge an

  • Von Burkhard Ilschner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Noch immer ist nicht geklärt, auf welche Weise K+S künftig seine Abwässer loswerden soll. Sich widersprechende Anträge und juristische Geplänkel verhindern eine Lösung.

Der Streit um die Produktions- und Haldenabwässer des Kalibergbaus in der Werraregion nimmt skurrile Züge an: Der wegen seiner Entsorgungspraktiken in der Kritik stehende Kasseler Konzern K+S schwingt jetzt den juristischen Hammer gegen seine Kritiker. Auf Antrag des Unternehmens untersagte das Landgericht Hamburg der Werra-Weser-Anrainerkonferenz (WWA), einem Zusammenschluss von Kommunen, Verbänden und Unternehmen, sowie ihrem Sprecher Walter Hölzel in zwei Fällen Äußerungen gegen K+S. Es geht um die Auswirkungen der Entsorgungspraktiken des Konzerns auf die Wasserqualität der Werra und deren Bewertung nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Die Entscheidungen sind vorerst nicht rechtskräftig, WWA-Sprecher Hölzel setzt auf das Hauptsacheverfahren. Man werde K+S auffordern zu beweisen, dass die beanstandeten Aussagen »falsch und ehrenrührig« seien. In der Werra-Region solidarisieren sich Kommunen, Verbände und Bürgerinitiativen mi...


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