Teurer Wald

Das Kartellamt ermittelt gegen tausende Forstbesitzer und mehrere Bundesländer wegen Preisabsprachen

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Holz- und Papierindustrie kaufen ihren Rohstoff bei öffentlich-privaten Forstbetriebsgemeinschaften. Die sind nun ins Visier der Wettbewerbshüter geraten.

Deutschland ist ein Waldland: Ein Drittel seiner Fläche ist mit Bäumen bewachsen. Für Investoren haben die seit 300 Jahren nachhaltig bewirtschafteten Wälder jedoch zwei Nachteile. Zum einen gehört die Hälfte Bund, Ländern und Kommunen. Die wissen mittlerweile sichere Renditen zu schätzen und verscherbeln ihr Tafelsilber nicht mehr so leichtfertig wie in den 2000er Jahren. Zum anderen sind die meisten Flächen viel zu klein für ausgedehnte Investitionen - zwei Millionen Eigentümer teilen sich den deutschen Wald. Um einen einträglichen Preis für ihr Holz zu erzielen, haben sich öffentliche und private Eigentümer zu Forstbetriebsgemeinschaften zusammengeschlossen. Deren Angebot reicht vom Verleihen von Maschinen über die Organisation von Holzeinschlägen bis zur gemeinsamen landesweiten Vermarktung.

Das ärgert die Wettbewerbshüter. Sie wollen in Baden-Württemberg ein Exempel statuieren. »Derzeit vermarktet das Land sowohl das Holz...


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