CSU will ihr rechtes Profil schärfen

Asylrecht ist ein zentrales Thema der Klausurtagung der Landesgruppe in Kreuth

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die CSU hat traditionell ein gutes Gespür für rassistische Stimmungen - und bedient diese gerne mit eigenen Vorschlägen.

Für den CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer ist die Sache klar: «Also ich fahre mit guten Gefühlen nach Kreuth.» Und klar ist auch, dass in dem abgelegenen Wildbad Kreuth in den bayerischen Bergen ab Mittwoch die CSU auf ihrer Klausurtagung wieder die altbekannte Böse-Ausländer-Karte spielen wird. Asylbewerber sollen schneller abgeschoben werden, damit will diesmal die CSU ihr Profil am rechten Rand schärfen und die Gefahr durch die Alternative für Deutschland an den heimischen Wahlurnen eindämmen.

Vergangenes Jahr ging es in Kreuth unter dem polemischen Motto «Wer betrügt, der fliegt» um angeblichen Sozialmissbrauch und «Sozialtourismus» vor allem aus Rumänien und Bulgarien - eine Chimäre, die medial durch das Land getrieben wurde und sich schließlich als Fantasiegebilde erwies. Im Jahr zuvor war es die Straßenmaut für Ausländer gewesen, mit der die CSU aus dem ehemaligen Kurbad nahe dem Tegernsee die Republik beglückte. Und ...


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