Einmal und nie wieder Köln

Pegida will nicht mehr in die Domstadt

  • Von Marcus Meier, Köln
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Gegendemonstranten haben den Marsch von »Kögida«-Anhängern zum Kölner Dom verhindert. Die NRW-Landeszentrale für politische Bildung musste derweil wegen einer »nd«-Recherche Filme löschen.

Den rauen Ton hat Melanie Dittmer nicht verlernt in all den Jahren, seit sie der faschistischen Szene angeblich den Rücken kehrte. Minutenlang zitiert und interpretiert sie Suren aus dem Koran. Ihre Schlussfolgerung: »Die Muslime« warteten aus taktischen Gründen ab, bis sie hier in der Mehrheit seien. Daraufhin würde »der Islam« sich gleichsam naturgesetzlich radikalisieren. »Dann putzen wir unsere Zähne wieder mit Stöcken und schneiden uns gegenseitig die Schädel ab«, prophezeit die 36-Jährige mit den langen lockigen Haaren.

Die etwa 400 Anhänger von Pegida, hier aktiv unter dem Namen »Kögida«, klatschen relativ lautstark. Doch im weltoffenen Köln sind sie klar in der Minderheit. Der Otto-Platz vor dem Bahnhof Köln-Deutz ist von Anfang an umzingelt von tausenden Gegendemonstranten. Die Polizei muss »Kögida«-Fans an diesem Montagabend den Weg bahnen in das kleine, abgesperrte Areal.

Melanie Dittmer spricht nicht so weichgewaschen wie d...


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