Werbung

Zwölf Tote bei bei Anschlag auf «Charlie Hebdo»

Nach tödlichem Attentat auf Pariser Satirezeitschrift: Frankreich verharrt in Trauer / Hollande: Angriff war «Terroranschlag» / Pegida benutzt Opfer von Paris für erneuten Demo-Aufruf

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Update 22.30 Uhr: Nach dem kaltblütigen Terroranschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris mit zwölf Toten sind die Attentäter laut französischen Medien identifiziert. Die Polizei sucht demnach unter anderem nach zwei Brüdern aus Paris mit französischer Staatsbürgerschaft. Auch der dritte Täter sei identifiziert, hieß es unter Berufung auf Ermittlerkreise. Die Männer sollen 34, 32 und 18 Jahre alt sein und sich während des Attentats als Angehörige der Terrororganisation Al-Quaida bezeichnet haben. Berichte über Festnahmen der drei Täter dementierte das Pariser Innenministerium.

Update 21.10 Uhr: Nach dem Terroranschlag auf das französische Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris mit mindestens zwölf Toten sind in New York die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden. Unter anderem das französische Konsulat in der Millionenmetropole werde nun stärker bewacht, teilte die New Yorker Polizei mit. Es gebe aber keine direkte Bedrohung für die Stadt, stellte Polizeichef Bill Bratton klar. Bürgermeister Bill de Blasio verurteilte den Anschlag scharf. In einem Telefonat sprach er seiner Pariser Kollegin Anne Hidalgo sein Beileid aus.

Update 21.00 Uhr: Iran hat den Terroranschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» in Paris verurteilt. Terroranschläge gegen unschuldige Menschen hätten nichts mit dem Islam zu tun und seien daher inakzeptabel, sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afcham in einer Presseerklärung. Gleichzeitig fügte sie jedoch hinzu, dass Beleidigung von Religion und religiösen Persönlichkeiten unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit genauso inakzeptabel sei.

Update 20.30 Uhr: Nach dem Angriff auf das Satire-Magazin «Charlie Hebdo» hat Frankreichs Präsident François Hollande für Donnerstag einen nationalen Trauertag ausgerufen. Die Landesflaggen sollten für drei Tage auf Halbmast gesetzt werden, sagte Hollande am Mittwochabend in einer Fernsehansprache. Er rief seine Landsleute auf, sich durch das Attentat mit zwölf Toten nicht spalten zu lassen: «Unsere beste Waffe ist unsere Einheit», sagte der Präsident.

Update 19.05 Uhr: Unter den zwölf Todesopfern des Anschlags auf die Satire-Zeitung «Charlie Hebdo» in Paris sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft acht Journalisten und zwei Polizisten. Auch ein Gast und ein Mitarbeiter am Empfang seien erschossen worden, sagte Staatsanwalt François Molins am Mittwochabend in Paris. Elf Menschen wurden demnach verletzt, vier mehr als zunächst vermutet. Von ihnen seien vier schwer verletzt.

Update 19.00 Uhr: Nach dem Anschlag auf das Satireblatt «Charlie Hebdo» sind in Paris wie in anderen französischen Städten Tausende Menschen zu Solidaritätskundgebungen zusammengekommen. Auf einer Demonstration in Paris sagte Bürgermeisterin Anne Hidalgo, sie werde «Charlie Hebdo» die Ehrenbürgerschaft der Stadt verleihen. Denn es gelte, an der Seite all derer zu stehen, die die Meinungsfreiheit verteidigten. An der Kundgebung auf dem Republik-Platz nahe dem Sitz des Magazins nahmen mehrere tausend Menschen teil. Sie hielten «Je suis Charlie»-Schilder (Ich bin Charlie) hoch und auch früher von dem Magazin gedruckte Mohammed-Karikaturen.

Update 18.50 Uhr: Die Dresdner Pegida-Bewegung wertet die Terrorattacke von Paris als Bestätigung für ihre These vor einer angeblich drohenden Islamisierung Europas. «Die Islamisten, vor denen Pegida seit nunmehr 12 Wochen warnt, haben heute in Frankreich gezeigt, dass sie eben nicht demokratiefähig sind, sondern auf Gewalt und Tod als Lösung setzen! Unsere Politiker wollen uns aber das Gegenteil glauben machen», hieß es am Mittwochabend auf der Facebook-Seite der Bewegung. Die Bewegung der «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» ruft für den kommenden Montag zu einer weitere Demonstration in Dresden auf. Die Teilnehmer des «12. Großen Abendspaziergangs» sollten mit Trauerflor für die Terroropfer von Paris erscheinen.

Update 18.15 Uhr: «Wenn Religion, eine mittelalterliche Form der Unvernunft, sich mit moderner Waffentechnik verbindet, wird sie eine echte Gefahr für unsere Freiheiten», erklärte der Schriftsteller Salman Rushdie, Autor der «Satanischen Verse», zum Anschlag in Paris. Dieser religiöse Totalitarismus hat im Herzen des Islam eine tödliche Verwandlung verursacht, und wir sehen die tragischen Folgen heute in Paris. Ich stehe zu «Charlie Hebdo», wie wir es alle tun müssen, um die Kunst der Satire zu verteidigen, die stets eine Kraft für Freiheit und gegen Tyrannei, Unehrlichkeit und Dummheit gewesen ist.«

Update 18.00 Uhr: Das Vorgehen der französischen Satire-Zeitung »Charlie Hebdo« lässt nach Ansicht von Experten auf professionell ausgebildete Killer schließen. In Polizeikreisen wird auf die Ruhe, die Entschlossenheit und die Schlagkraft der Täter verwiesen, die ein Zeichen von gründlicher Ausbildung - wie etwa beim Militär - sei. Auf Bildern von der Tat, die Augenzeugen mit ihren Handys machten, werde die Professionalität der Angreifer deutlich, erklären ehemalige Mitglieder von Sicherheitsdiensten und französischer Polizei. »Man sieht es ganz deutlich an der Art und Weise, wie sie ihre Waffen halten, wie sie völlig ruhig und kalt vorgehen«, sagt ein Polizist. »Sie haben ganz offensichtlich eine Art Militärausbildung durchlaufen.« Die Attentäter seien »keine Illuminaten, die unüberlegt handelten«. Experten verweisen darauf, dass die Täter ihre Kalaschnikows dicht am Körper hielten und sauber Schuss für Schuss abgaben, anstatt wild um sich zu schießen. All dies zeige, dass sie gut ausgebildet sein müssen. »Das Frappierendste ist ihre Kaltblütigkeit«, sagt ein Ex-Polizist. »Sie wurden in Syrien, im Irak oder anderswo ausgebildet, vielleicht sogar in Frankreich - sicher ist nur, dass sie ausgebildet wurden.«

Update 17.50 Uhr: Der blutige Anschlag auf die Satire-Zeitung »Charlie Hebdo« in Paris ist von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mit Bestürzung aufgenommen worden. »Es war ein entsetzliches, durch nichts zu rechtfertigendes und kaltblütiges Verbrechen«, erklärte Ban am UN-Sitz in New York. Die Tat sei ein Anschlag gegen die Medien und die Meinungsfreiheit, »zwei Säulen der Demokratie«. Es gelte nun, sich überall in der Welt »den Kräften der Spaltung und der Gewalt« entgegenzustellen.

Auch UN-Menschenrechtskommissar Said Ra'ad al-Hussein verurteilte das »abscheuliche Verbrechen«. Er warnte aber zugleich davor, auf den Anschlag mit »Diskriminierungen oder Vorurteilen« gegen größere gesellschaftliche Gruppen zu reagieren. Dies spiele nur Extremisten in die Hände, »die nur das Ziel verfolgen, Religionen und Gesellschaften zu spalten«. Angesichts des ohnehin zu beobachtenden Anstiegs von Feindseligkeiten gegen Ausländer und Migranten in Europa sei zu befürchten, dass die furchtbare Tat von »allen möglichen Extremisten« für ihre Zwecke missbraucht werde, erklärte al-Hussein in Genf.

Update 17.40 Uhr: Das Königreich Saudi-Arabien hat den Anschlag in Paris verurteilt. Der Angriff sei ein »feiger Terrorakt, der durch die Religion des Islam und alle anderen Religionen abgelehnt wird«, sagte ein Sprecher des Königshaus nach Angaben der nationalen Nachrichtenagentur SPA.

Update 17.20 Uhr: Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Rechtspartei AfD, Alexander Gauland, interpretiert den Anschlag auf die Redaktion von »Charlie Hebdo« als Rechtfertigung für die rechte Anti-Islam-Bewegung Pegida. »All diejenigen, die bisher die Sorgen der Menschen vor einer drohenden Gefahr durch Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft«, sagte Gauland am Mittwoch. Er fügte hinzu: »Das Massaker von Paris zeigt auch, wie fragil und schutzbedürftig die Grundwerte unserer Gesellschaft sind. Vor diesem Hintergrund erhalten die Forderungen von Pegida besondere Aktualität und Gewicht.« Die etablierten Parteien sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie bei ihrer Haltung, »die Menschen von Pegida weiter zu diffamieren«, bleiben wollten.

Update 16.25 Uhr: Frankreich übt sich in Solidarität! In mehr als 28 französischen Städten sollen am Abend ab 18.00 Uhr Versammlungen stattfinden, bei denen der Opfer des Anschlags gedacht wird.

Update 16.10 Uhr: Nach dem blutigen Anschlag auf die Satirezeitschrift »Charlie Hebdo« in Paris haben die deutschen Sicherheitsbehörden keine Erkenntnisse über mögliche Pläne für ähnliche Taten hierzulande. »Wir haben keinen konkreten Hinweis auf vergleichbare Anschlagsplanungen in Deutschland«, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin. Er betonte zugleich: »Wir sind ein gemeinsamer Raum demokratischer Werte.« Deshalb bestehe auch eine gemeinsame Gefährdung. Es gebe Grund zur Sorge und Vorsorge, »aber nicht zur Panik«.

De Maizière sprach von einem »abscheulichen Verbrechen, das uns alle erschüttert«. Es handele sich um einen »Anschlag auf die Pressefreiheit und damit auf den Kern unserer Demokratie«. Der Innenminister fügte hinzu: »Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um Frankreich in dieser Stunde beiseite zu stehen und bei der Aufklärung zu helfen.«

Update 15.30 Uhr: Nach ihrer Krisensitzung hat die französischie Regierung, dass bei dem Attentat auf das Satiremagazin »Charlie Hebdo« insgesamt zwölf Menschen getötet wurden. Nach Informationen verschiedener französischer Medien ist unter den Toten auch der Chefredakteur von Charlie Hebdo, Stéphane Charbonnier, bekannt als »Charb«. Zudem sind seine Kollegen Jean Cabut, Georges Wolinski und Bernhard Verlhac, bekannt als »Cabu«, »Wolinski« und »Tignous«, unter den Todesopfern. Acht weitere Menschen wurden verletzt, vier Opfer schwebten in Lebensgefahr.

Update 15.05 Uhr: Der Anschlag auf das französische Satiremagazin »Charlie Hebdo« hat auch bei deutschen Medienvertretern Entsetzen ausgelöst. »Das ist ein Anschlag auf das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit«, sagte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Michael Konken, nach DJV-Angaben am Mittwoch in Bonn. Er sprach den Hinterbliebenen der Opfer das Beileid aller DJV-Mitglieder aus.

»Der Kulturbereich wird sich auch durch den abscheulichen Anschlag in Paris nicht einschüchtern lassen«, erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann. Gerade Satire ermögliche die kritische Auseinandersetzung mit politischen Entwicklungen und sei damit ein Lebenselexier für den gesellschaftlichen Diskurs.

Der Chefredakteur des deutschen Satiremagazins »Titanic«, Tim Wolff, kündigte an, sein Blatt werde sich durch den Anschlag auf »Charlie Hebdo« nicht in seiner Arbeit beeinflussen lassen. »Wenn ein Thema für uns wichtig ist und wir die Witze lustig finden, drucken wir das«, sagte Wolff dem »Wiesbadener Kurier«. Er wies darauf hin, dass auch »Titanic« schon Mohammed-Karikaturen nachgedruckt habe. Wolff nannte es allerdings »beunruhigend«, dass Menschen glaubten, sich gegen Wort und Bild mit Waffengewalt wehren zu müssen.

Update 15.00 Uhr: Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser hat mit Bestürzung auf den tödlichen Anschlag auf das Pariser Satiremagazin »Charlie Hebdo« reagiert. »Man hat nicht erwartet, dass sich eine solche Mordtat gegen eine Satirezeitschrift richten würde«, sagte Grosser dem »Tagesspiegel« . Trotz der vorhergehenden Anschläge auf die Redaktionsräume des Magazins sei nicht abzusehen gewesen, »dass es einen Massenmord geben würde«, sagte Grosser weiter. Mit Blick auf Michel Houellebecqs umstrittenen Roman »Unterwerfung« kritisierte Grosser, dass das Werk »viel Reklame« bekomme, »obwohl alle sagen, dass es ein furchtbares Buch ist«.

Update 14.46 Uhr: In den sozialen Netzwerken haben Tausende ihre Solidarität mit der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo bekundet. Unter dem Hashtag #JeSuisCharlie (deutsch: Ich bin Charlie) zeigen viele User ihre Trauer, auf Facebook gibt es inzwischen eine gleichnamige Gruppe.

Update 14.35 Uhr: Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat angesichts des Anschlags von Paris dazu aufgerufen, die westlichen Werte entschlossen zu verteidigen. »Dieser verheerende Anschlag galt nicht nur dem Magazin Charlie Hebdo, sondern der Meinungs- und Pressefreiheit generell und damit wichtigen Grundrechten und Werten«, sagte er der »Mitteldeutschen Zeitung«.

Update 14.23 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Anschlag auf das Satiremagazin »Charlie Hebdo« in Paris scharf verurteilt. »Nichts rechtfertigt Terror«, sagte dazu Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Tass in Moskau. »Der Präsident übermittelt allen Angehörigen und Freunden der Opfer sein tiefes Mitgefühl«, sagte Peskow. Die Opferzahl des »tragischen Vorfalls« sei schrecklich hoch.

Update 14.18 Uhr: Die USA haben den Anschlag auf eine französische Satire-Zeitung »auf das Schärfste« verurteilt. »Jeder hier im Weißen Haus ist im Gedanken bei den Familien derjenigen, die bei diesem Angriff getötet oder verletzt wurden«, sagte Präsidentensprecher Josh Earnest am Mittwoch dem Fernsehsender MSNBC. Die US-Regierung stehe wegen des Angriffs, bei dem in Paris mindestens zwölf Menschen getötet wurden, im engen Kontakt mit Frankreich. Washington sei bereit, bei der Aufklärung zu helfen.

Update 14.14 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert über den »niederträchtigen Anschlag« auf die Satire-Zeitung »Charlie Hebdo« in Paris gezeigt. »Diese abscheuliche Tat ist nicht nur ein Angriff auf das Leben französischer Bürgerinnen und Bürger und die innere Sicherheit Frankreichs«, schrieb Merkel am Mittwoch in einem Kondolenztelegramm an den französischen Präsidenten François Hollande. »Sie stellt auch einen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit dar, ein Kernelement unserer freiheitlich-demokratischen Kultur, der durch nichts zu rechtfertigen ist.«

Deutschland stehe »in diesen schweren Stunden eng an der Seite unserer französischen Freunde«, schrieb die Kanzlerin weiter. Sie drückte in dem Telegramm dem französischen Präsidenten und seinen Landsleuten »die Anteilnahme der Menschen in Deutschland und mein ganz persönliches Mitgefühl« aus.

Update 14.10 Uhr: Laut der französischen Tageszeitung »Le Monde« hat der Dachverband der Muslime in Frankreich das Attentat als »barbarischen Akt« gegen die Demokratie bezeichnet.

Update 14.00 Uhr: Die Terroristen von Paris sollen bei ihrem Überfall auf das Satiremagazin »Charlie Hebdo« nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa angeblich mehrfach »Allah ist groß« skandiert haben. Auf Videos im Internet vom Tatort im Osten der französischen Hauptstadt sind zwei schwarz vermummte Täter zu erkennen. Nach Augenzeugenberichten sollen sie bei dem Überfall »Wir haben den Propheten gerächt« gerufen haben. Eine offizielle Bestätigung zu den Hintergründen lag bisher allerdings noch nicht vor.

Update 13.50 Uhr: Linksfraktionschef Gregor Gysi hat den Anschlag auf die Satirezeitschrift »Charlie Hebdo« als »eine zutiefst verabscheuenswürdige Tat« bezeichnet und den Hinterbliebenen der Ermordeten, den Verletzten und ihren Angehörigen sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen. »Der Mord muss mit aller Konsequenz juristisch verfolgt werden. Mörder, die ihre Tat mit einer Religion zu rechtfertigen versuchen, sind genauso Verbrecher wie alle anders motivierten Mörder auch«, erklärte Gysi im Sozialen Netzwerk Facebook. Er erklärte zugleich, man dürfe es »nicht hinnehmen, wenn Rassisten und Ausländerfeinde eine solche fürchterliche Tat dazu missbrauchen, ihre Parolen gegen friedliche Mitbürgerinnen und Mitbürger anderer Herkunft bei uns zu verschärfen. Das eine wie das andere ist nicht hinnehmbar«.

Update 13.33 Uhr: Auch der britische Premier David Cameron verurteilte den Anschlag. »Die Morde in Paris sind ekelerregend«, schrieb Cameron auf Twitter. »Wir stehen an der Seite des französischen Volks im Kampf gegen Terror und beim Verteidigen der Pressefreiheit.«

Update 13.26 Uhr: Die Zahl der bei einem blutigen Anschlag auf die Satire-Zeitung »Charlie Hebdo« in Paris Getöteten ist auf mindestens zwölf Menschen gestiegen. Frankreichs Präsident François Hollande sprach am Anschlagsort im elften Arrondissement im Stadtzentrum von Paris von einer »außergewöhnlich barbarischen Tat«.

Update 13.10 Uhr: Der Angriff auf die Satirezeitung »Charlie Hebdo« in Paris ist nach den Worten von Frankreichs Präsident François Hollande ein »Terroranschlag« gewesen. »Daran gibt es keinen Zweifel«, sagte der Präsident am Mittwoch in Paris, als er den Ort der Bluttat im elften Arrondissement von Paris besuchte. Nach Angaben Hollandes wurden bei dem Angriff mindestens elf Menschen getötet, vier weitere seien lebensgefährlich verletzt worden.

Mindestens elf Tote bei Anschlag auf Satirezeitschrift

Paris. Blutiger Anschlag auf die Satire-Zeitung »Charlie Hebdo« in Paris: Zwei schwer bewaffnete Männer haben am Mittwoch den Sitz der Zeitung in Paris überfallen, dabei wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft und von Ermittlern mindestens elf Menschen getötet. Die Zeitung ist seit Jahren für ihre provokanten Mohammed-Karikaturen bekannt.

Frankreichs Präsident François Hollande wollte sich vor Ort begeben, wie der Elysée-Palast mitteilte. Für 14.00 Uhr wurde eine Krisensitzung der Regierung einberufen. Zudem wurde für den Großraum Paris sofort die höchste Sicherheitsstufe ausgerufen.

Nach Angaben der Polizei drangen mindestens zwei vermummte Männer mit einer Kalaschnikow und einem Raketenwerfer bewaffnet in die Räume der Zeitung ein. »Das ist ein echtes Massaker. Es gibt Tote«, sagte ein Mitarbeiter von Charlie Hebdo der Website 20 minutes.

Der Angriff im elften Arrondissement im Zentrum von Paris habe sich gegen 11.30 Uhr ereignet. Es habe danach einen Schusswechsel mit den Sicherheitskräften gegeben. Bei ihrer Flucht hätten die Angreifer einen Polizisten angeschossen und später einen Fußgänger überfahren. AFP/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!