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Gewalt, Leid - und Sehnsucht

»Mein Taubenschlag«: Sämtliche Erzählungen von Isaak Babel in neuer Übersetzung

  • Von Karlheinz Kasper
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Isaak Babel, 1894 in der weltoffenen Hafenstadt Odessa in der Familie eines jüdischen Händlers geboren, wurde am 27. Januar 1940 als »Trotzkist« und »Spion« im Keller der Moskauer NKWD-Zentrale Lubjanka erschossen. Ein Virtuose der kurzen Prosa, vergleichbar mit Poe, Maupassant, Tschechow, Borges, Hemingway.

In seiner Autobiografie von 1926 nennt Babel die Kraftquellen seines literarischen Schaffens: die Moldawanka (das Armenviertel Odessas), den jüdischen Talmud und die russisch-orthodoxe Bibel, das Hebräische (er hätte auch das Jiddische erwähnen müssen) und das Französische (die Sprache, in der er erste Erzählungen schrieb). Das Schicksal der Odessaer Juden, die unter der staatlich verordneten Zwangsansiedlung wie unter blutigen Pogromen litten - das schien das Thema zu sein, das Babel wie auf den Leib geschnitten war. Seine Erzählung »Der alte Schlojme« (1913) und zwei Dutzend bis 1923 geschriebene Texte handeln davon. Mit...


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