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31 Tote durch Bombe

Terroranschlag in Jemens Hauptstadt Sanaa

Bei einem Autobombenanschlag auf Bewerber vor einer Polizeiakademie in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind am Mittwoch mehr als 30 Menschen getötet worden.

Sanaa. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf das jemenitische Innenministerium berichtete, wurden bei dem Autobombenanschlag in Sanaa mindestens 31 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Das Attentat reiht sich in eine ganze Serie tödlicher Anschläge in Jemen während der vergangenen Monaten ein.

Vor der Akademie im Zentrum der Hauptstadt waren offiziellen Angaben zufolge zum Attentatszeitpunkt etwa 60 Menschen, zumeist junge Männer, versammelt, die eine Laufbahn im Polizeidienst antreten wollten. Das Innenministerium sprach von einer »terroristischen« Attacke, zu der sich zunächst niemand bekannte. Ähnliche frühere Anschläge gingen aber häufig auf das Konto der Extremistengruppe »Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel« (Aqap).

Am Anschlagsort waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sicherheitskräfte sperrten den Bereich weiträumig ab. Die Leichen der Toten wurden auf dem Gehsteig aufgereiht, auf der Straße waren zudem Körperteile und blutgetränkte Dokumente zu sehen. Das Anschlagsauto war völlig zerstört. Das Gesundheitsministerium rief die Einwohner Sanaas zu Blutspenden auf.

Jemen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von extremistischer Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert. Die extremistische Gewalt geht vor allem von der Aqap-Gruppe aus, die immer wieder Sicherheitskräfte angreift. AFP/nd

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