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»Mohammed würde sich distanzieren«

Der Rat der Muslime in Frankreich hat den Terroranschlag von Paris als »barbarisch« verurteilt. Die Tat sei ein »Angriff auf die Demokratie und die Pressefreiheit«, schrieb die Organisation in einer Erklärung »im Namen der Muslime in Frankreich«. Schätzungen gehen von bis zu fünf Millionen Muslimen in Frankreich aus.

Die Arabische Liga und die Al-Azhar-Universität Kairo als wichtigste Autorität des sunnitischen Islam haben den Anschlag ebenfalls verurteilt. Al-Azhar beklagte einen »kriminellen Angriff« und betonte, dass »der Islam jede Gewalt anprangert«.

Nach Auffassung des Münchner Forums für Islam ist ein Attentat dieser Art die »schwerste Form der Gotteslästerung«. Der Prophet Mohammed würde sich »von solchen barbarischen Akten wie heute in Paris geschehen distanzieren und sie schärfstens verurteilen«, sagte der Vorsitzende des Forums und Penzberger Imam Benjamin Idriz. »Unsere Anteilnahme gebührt den Angehörigen der Opfer, unser Mitfühlen den Verletzten.« Meinungsfreiheit sei ebenso zu schützen wie Religionsfreiheit. Die Täter »gehören nicht zu Europa und sie gehören nicht zum Islam«, so Idriz. dpa/nd

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