Leben in einer Kultur der Angst

Marcus Urban sieht ein Jahr nach dem Coming-out von Thomas Hitzlsperger noch größere Konflikte für Homosexuelle

Marcus Urban machte 2007 als erster Ex-Profifußballer seine Homosexualität öffentlich. Seitdem engagiert sich der mittlerweile 43-Jährige aktiv gegen Homophobie, hält Lesungen, gibt Seminare und arbeitet als Diversity-Berater. Ein Jahr nach dem Coming-out von Thomas Hitzlsperger sprach Thomas Fritz mit dem Weimarer über Versäumnisse des Deutschen Fußball-Bundes, enttäuschte Hoffnungen, wichtige Signale, sein ehrgeiziges Projekt »Team Vielfalt« und auch die Pegida-Bewegung.

nd: Vor einem Jahr wagte Thomas Hitzlsperger sein Coming-out. Haben sich dadurch die Bedingungen für weitere Bekenntnisse prominenter Sportler seitdem verbessert?
Urban: Was die Sensibilisierung der Gesellschaft angeht, ja. Aber was die Strukturen betrifft, ist es nicht leichter geworden. Es ist noch viel Aufklärungs- und Bildungsarbeit nötig. In Sportvereinen und Sportverbänden, aber auch an Schulen.

Sie hatten 2014 mit weiteren prominenten Coming-outs gerechnet. Haben Sie die Signalwirkung durch Hitzlsperger überschätzt?
Meine Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Es braucht alles seine Zeit, aber ich bleibe optimistisch. Mit dem Schwimmer Ian Thorpe oder dem US-Footballspieler Michael Sam gab es weltweit einige positive Beispiele. Was mich besorgt: Diese Sportler kommen alle aus westlichen Demokratien, aber was ist mit den ganzen anderen Ländern?

Ist es überhaupt wichtig, dass sich weitere prominente Spieler out...



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